Ziemlicher Andrang in den Feuchträumen!
Zu einem neuen Termin (2. - 11.3.) fand diesmal die 2.Skireise nach Frankreich/ Val Thorens statt. Aufgrund nicht optimaler Erfahrungen im Vorjahr wurde wieder ein neues Quartier ausgesucht. Es gab zwar gewisse Verbesserungen, vor allem bei der Größe der Appartements, zum Standard von unserem langjährigen Quartier in Tignes ("Le Schuss") fehlt aber doch noch einiges. Vor allem die Gepäckaufbewahrung und die Duschmöglichkeit in den eigenen Appartements am Samstag, dem Tag der Abreise, scheint es in Val Thorens einfach nicht zu geben.
Doch der Reihe nach:
Die Anreise verlief aus Sicht der Teilnehmer gewohnt unkompliziert, schwierig war es jedoch für die Busfahrer, die die ganze Nacht über in Italien mit Schneefahrbahn zu kämpfen hatten. So präsentierte sich auch die gewohnte Raststätte für den Umbau vom Schlafbus in einen Sitzbus (letzte Raststätte vor der italienisch-französischen Grenze / Frejus-Tunnel) in einem ganz neuen - weil tief-winterlichen - Bild. Die Zimmereinteilung und die Fahrt bis zum Supermarkt vergingen ebenfalls schnell, da der Einkaufsstopp diesmal in Moutiers stattfand, ca. 50 km vor der üblichen Pause in Bourg St.Maurice. So ließen wir uns bewusst Zeit beim Einkauf, für die Auswahl der richtigen Rotweine war die auch wirklich notwendig!
Ankunft in Val Thorens war um ca. 13:00. Eine Stunde später waren dann alle Quartiere bezogen. Das Besorgen der Skipässe gestaltete sich etwas schwieriger, so konnten sie "erst" am Sonntag um 09:00 Uhr ausgegeben werden. Erstmals gab es auch ein Appartement für sechs und eines für acht Personen. Diese waren jeweils mit Schlafzimmer für 2 Personen ausgestattet, wobei auch im Wohnraum 2 Betten standen (die berühmten "Ausziehbetten", kurz das "Kisterl"). WC und Bad waren jeweils extra, aber immer nur einfach vorhanden. Dies verlangte bei so vielen Personen nach einer geordneten Zuteilung der "Sitzzeiten".
Wettermäßig begann es am Sonntag einmal mit Schneefall und schlechten Sichtverhältnissen, was aber kaum jemanden von einem ausgiebigen Skitag abhielt. Montag und Dienstag dann jeweils strahlende Schönwettertage, sodass es so ziemlich die ganze Gruppe dauernd ins Gelände zog. Bei jeder Sesselliftfahrt musste man jedoch zur Kenntnis nehmen, dass auch viele andere Ski- und Snowboardfahrer nur ein Ziel hatten: Einen unverspurten Hang zu finden oder wenigstens eine neue Spur in einen teilweise verspurten Hang zu legen. Gott sei Dank gibt es in den Trois Vallee etliche km² davon, sodass auch am 2.Schönwetter-Tag noch etliches zu tun war. Nur der eine oder andere Felsen, der sich gemein unter der 30cm-Neuschneedecke versteckte, konnte einem so manche "Traumabfahrt" doch noch vermiesen. Die gewaltigen Eindrücke werden auch die in ca. 1 Woche verfügbaren Bilder wiedergeben. Höhepunkte waren die Abfahrten vom Col de Pierre-Lory über den Glacier du Buchet, sowie vom Cim de Caron (3.195m) die "La Classique" zum Lac du Lou. Weite, noch wenig verspurte Hänge, mit weicher 30cm Pulverauflage bedeckt: Da konnte so mancher Lustschrei nicht mehr zurückgehalten werden. Auch eine erfolgreiche Übung mit dem VS-Gerät fand am Dienstag statt. Kein vergrabenes Opfer musste "sterben", nach spätestens 10 min waren alle "Opfer" ausgegraben.
Mittwoch wurde es dann sehr warm und Donnerstag der Tiefpunkt mit Regen bis nach Val Thorens (3.250m). Wir hatten bereits die Hoffnung auf neuen Pulverschnee aufgegeben, da wurde Frau Holle doch noch einmal aktiv. So wurde auch der Freitag zu einem der schönsten Skitage mit Sonnenschein und herrlicher Pulverauflage.
Der Samstag stand schließlich im Zeichen der Abreise. Durch die Ankunft des Busses in Val Thorens bereits Freitags am Abend entschlossen wir uns, das Gepäck am Samstag in der Früh direkt in den Bus einzuräumen um dann am Ende des letzten Skitages mit den Skiern direkt zum Busparkplatz zu fahren. So entzogen wir uns der Hektik und dem Trubel, der am Samstag im Zentrum immer herrscht.
Ohne große Erwartungen wollten wir noch ein paar Stunden in der frischen Luft verbringen, um im Bus gut schlafen zu können. Doch wundersamer Weise hörte der Schneefall gegen Mittag auf und wir kamen mit Unterstützung von ein paar Sonnenstrahlen neuerlich in den Genuss von herrlichen Geländeabfahrten.
Bis auf eine Handverletzung (Norbert) konnten wir alle gesund und unverletzt den Bus besteigen und die Heimreise antreten. Bereits um 22 Uhr war es recht still unter den Fahrgästen (auch das Murauer-Bier vom Fass hatte seine Wirkung gezeigt), so entschlossen wir uns, bereits um diese Zeit auf Schlafsitze umzubauen. Nach einer Fahrt durch dichten Nebel in Italien (Dank an die Busfahrer für den sicheren Heimtransport) erreichten wir schließlich Graz um 06:45 Uhr.
Sobald die ersten Fotos verfügbar sind, werden diese natürlich sofort auf unserer Homepage veröffentlicht!
Zu erwähnen wäre noch die Stimmung im 8er Appartement Nr. 520. Sieben Männer, eine Frau, 1 WC und 1 Badezimmer .... und alles funktionierte ganz reibungslos! Der Andrang in den "Feuchträumen" (= Bad und WC) war zwar gewaltig und begann bereits um 03:00 Uhr morgens, einen richtigen Stau gab es allerdings nie! Günther sorgte ausreichend für Rotwein, Gunther für Hochprozentiges, Speck und Ruckwurst, sowie Burgi für einen ausgezeichneten Schweinsbraten und die warmen Mahlzeiten. So wurde sofort ein "Buschenschank" eingerichtet. Dieser öffnete jeden Tag um 20:00 Uhr nach Happy Hour und Abendessen seine Pforten und hatte um 23 Uhr seine offizielle Sperrstunde. An etlichen Tagen jedoch musste die Sperrstunde kräftig nach hinten verlegt werden. Dass da im Laufe der Woche auch einige erwähnenswerte Meldungen geschoben wurden, kann man sich vorstellen. Auch das Testergebnis der Rotweine wollen wir Euch nicht vorenthalten.
17.3.2001
Weiters gibt es auch Zitate über die Woche in Val Thorens, sowie etliche Fotos aus der Buschenschank.