Zum klassischen 1. Termin (28.01.- 06.02.2005) ging es fahrplangemäß um 22 Uhr los. Alle erschienen pünktlich, somit konnten wir auch Norbert in Klagenfurt exakt um 23:45 Uhr abholen! Nachdem weder die Straßenbedingungen noch Nebel in Italien für Zeitverzögerungen sorgten, verlief die Busfahrt angenehm und streßfrei!
Rechtzeitig zum Super U war die Zimmereinteilung erledigt. So hatten wir auch ausreichend Zeit im Supermarkt, um die Versorgung für die ganze Woche zu sichern. Es machte sich bezahlt, daß Tieber beim neuen Schlafbus die Fachböden ausgebaut hatte. Dadurch hatten wir ein ordentlich grösseres Kofferraumvolumen zur Verfügung!
Auch das Einchecken verlief wie am Schnürchen. Nach ein wenig Wartezeit waren die Appartements bezogen. So Um 17 Uhr konnten wir mit der schon traditionellen LVS-Übung starten. Neue Geräte konnten kennengelernt oder alte Batterien ausgewechselt werden (immerhin eine Übung, die lebensrettend sein kann!).
Man muß zufrieden sein! Von 7 Skitagen hatten wir 6 Tage Sonnenschein. Und der eine Schlechtwettertag bot zur Abwechslung einmal Spaß auf der Piste. Die Temperaturen lagen zwar durchwegs im Minusbereich (auch im 2-stelligen!), aber so gehört es sich ohnehin im Winter! Ausserdem gibt es ja entsprechende Kleidung!
Zur Schneelage sei anzumerken, dass insgesamt die Schneedecke eine Dicke von ca. 1m hatte (auf 2000m). An und für sich ausreichend für viel Spaß im Gelände. Doch die Grundlage darunter war zu dünn um auch verläßlichen Schutz fürs Material im Gelände zu bieten. Auch der Wind hatte immer wieder seine Finger im Spiel. Der lockere Schnee wurde viel herumgeblasen, gut befahrene Hänge vom Vortag waren am nächsten Tag abgeblasen und umgekehrt. Erwähnen muß man auch die prekäre Lawinenlage: an den ersten Tagen hatte es durchwegs Stufe 4 (also groß , siehe auch http://www.lawine.at/gefahrenskala...1.html ). Auch die vielen Schneebretter, die von den Liften aus zu beobachten waren, beunruhigten uns. Erst ab Mittwoch wurde die Stufe um 1 reduziert auf immer noch erhebliche 3.
Lange zögerten wir, ob wir uns auf die Tarantaisetour wagen sollten. Waren doch die Hänge im Skigebiet schnell verspurt (und damit die Lawinengefahr weitgehend gebannt), aber auf der langen Geländeabfahrt nach Champagny war sicher noch niemand gefahren! Wir kontaktierten vorerst die Skischulen, was die vorhatten. Da gegen Ende der Woche die Temperaturen doch leicht anstiegen und auch die Skischulen starten, schien eine Durchführung am Freitag vertretbar. Zu viele Teilnehmer hatten diesmal Interesse (auch aus einer 2. österreichischen Gruppe), so müssen leider einige noch bis nächstes Jahr warten. Am Freitag starteten wir um 08:30 Uhr mit 7 Teilnehmern, wobei Babsi schon oben am Col du Palet wegen Schmerzen im Fuß wieder umdrehen mußte. Übrig blieben: Norbert, Nofi, Ernstl, Peter, Niko und Burgi. Diesmal setzten wir uns gleich souverän zu Beginn an die Spitze, von den Skischulgruppen war weit und breit nichts zu sehen. Wir konnten die lange Abfahrt nach Champagny richtig genießen und zwar bei den besten Schneebedingungen der ganzen Woche. Obwohl wir uns nicht sonderlich beeilten, erreichten wir trotzdem auf die Minute genau den (vorbestellten) Bus in Champagny le Haut. Durch das Gebiet von La Plagne wählten wir diesmal eine schnellere Route, damit waren wir bereits vor 13 Uhr oben am Bellecote-Gletscher bei der Einfahrt zur wunderbaren Nordabfahrt Richtung Peisey Nancroix. Es herrschten keine leichten Bedingungen in dieser imposanten Rinne. Und wie es der Teufel so haben will, verabschiedete sich gleich nach ca. 200Hm (von 1.500!) ein Ski und ward nicht mehr gesehen! Auch 2 Stunden Suchen aller Teilnehmer ließen den Ski nicht mehr an die (Schnee-) Oberfläche kommen.
Der Rest der Tour war dann ein Abenteuer! Sowohl die Skisuchaktion als auch das Fahren mit 1 Ski kosteten enorm viel Zeit (obwohl sich Niko und Peter als hervorragende 1-Ski-Fahrer hervortaten). Mit Skibus, wieder eingeschaltetem Sessellift, sowie per Autostopp und Linienbus schafften wir den Weg zurück nach Tignes. Dort mussten wir die erfolgreiche Rückkehr (21 Uhr!) sogleich mit einem Bier im Wobbly feiern.
In neuem Glanz (wieder einmal) erstrahlte unsere Stammkneipe gegenüber Le Schuss. Mit neuem Konzept und diesmal in französicher Hand fanden wir diesmal einen Skishop vor. Erst bei entsprechender Hartnäckigkeit bzw. bei Eintreten fanden wir die sehnlichst gewünschte Kneipe vor. Komplett neu und mit viel Holz eingerichtet fühlten wir uns in der neuen Location recht schnell wohl! Auffällig war, dass diesmal Franzosen (und nicht Engländer) als Eigentümer auftraten. Sehr viele Gäste ausser uns gab es trotzdem nicht, am ehesten waren dies aber Franzosen.
Recht gemütlich ging es diesmal wieder in den Appartements zu. Einige müssen hervorgehoben werden:
Am meisten los war im 8. Stock: Hier hofierte nicht nur die 8-köpfige Großfamilie Tabloner, sondern auch die Wiener OL (=Orientierungslauf)-Gruppe rund um die Veitsis und um Margit Huber. Dazu noch eine tief weststeirische Beimischung mit Martin und Hans.
Weiters mit dabei die Tennisrunde rund um den langjährigen Teilnehmer Werner Fluch. Im Appartement 1114 setzte Norbert neuerlich kulinarische Akzente.
Dazu noch 2 Appartements, die den Altersdurchschnitt etwas in die Höhe trieben und der rührige Klaus, der sich gerne auf eine Streiftour durch die Appartements einladen liess. Und in Appartement 512 war die Französin Stefanie ein gerne gesehener Gast, die uns mit aktuellen Infos aus der Station versorgte.
Etliche Appartements präsentierten sich in renoviertem Zustand. Dies zeigte sich u.a. auch in einer besseren Isolierung (was bei den frostigen Aussentemperaturen sehr positiv aufgenommen wurde).
Auch der Samstag verlief nach Plan. Das Gepäck war bis 10 Uhr in die verbleibenden Appartements geräumt. Danach wurde ein weiterer Skitag mit blauem Himmel noch ausgiebig genossen. Müde, aber zufrieden bestiegen wir um 17 Uhr den Bus für die Rückreise. Aufgrund guter Straßenbedingungen bei der Rückfahrt erreichten wir genau nach Fahrplan Graz um 07:30 Uhr.
P.S.: Als souveräner Testsieger beim Rotweintest ging der bewährte Bordeaux Malesan, JG 2002 hervor!